Wir über uns...


Bio auch dort, wo Menschen wohnen!

 

Bio-GÜV hat es sich zum Ziel gemacht unsere Gärten und öffentlichen Grünräume in der ökologischen Bewirtschaftung zu unterstützen.

 

Anders als die Landwirtschaft haben Privatgärten, Gemeinschaftsgärten, Balkone und auch die großen öffentlichen Grünflächen andere Ansprüche, die aber in den gängigen Bio-Anbau-Richtlinien nicht erfasst sind. In Gärten wird nichts in Masse produziert, es herrschen in der Regel keine Monokulturen vor und ganz wichtig: hier leben die Menschen!

 

Werden in diesen sensiblen Bereichen Mittel eingesetzt, die in der intensiven Landwirtschaft verwendet werden, dann ist das nicht nur ein Kanonieren von Spatzen, sondern gefährlich und bestenfalls absolut unnötig. Zudem existiert in unseren Gärten und Parks ein völlig anderes Pflanzenspektrum, eine andere Nutzung der Pflanzen und auch ein anderer Pflegeplan, der sich von der Landwirtschaft komplett unterscheidet.

 

Die Bio-GÜV GmbH versteht sich daher als Ergänzung des ökologischen Landbauprogramms für die nicht-landwirtschaftlichen Flächen. Dazu zählen wir die privaten Gärten und Balkone, den öffentlichen Grünraum, aber auch der halböffentliche Grünraum, wie z.B. Schulen, Kindergärten, Seniorenheime, Supermarkt-Parkplätze oder Begrünungen von Amtsgebäuden.

 

Die Bio-GÜV GmbH betreibt eine Listung geeigneter ökologischer Produkte, die im Internet veröffentlicht und in einer anwenderfreundlichen App zur Verbraucherinformation enthalten ist. Die Grundlagen und die Eignung für diese Listung können in unseren Bio-GÜV-Kriterien nachgelesen werden. Diese orientieren sich stark am biologischen Landbau, unterscheiden sich aber auch, denn Gärten und Grünräume haben ja, wie erwähnt, andere Bedürfnisse.

 

So lehnen wir beispielsweise Torf in jeglicher Form ab, denn Naturgärten schaffen und dabei Naturlandschaften zerstören passt für uns nicht zusammen. Für urbane Gärten ist Torf nicht notwendig. Auch würden wir natürliche Mittel, die einen zweifelhaften Einsatz ausloben, nicht empfehlen. Ein Bio-„Spinnenfrei“ für den Garten, oder für Bienen gefährliche Ameisengießmittel, selbst wenn sie einen natürlichen Wirkstoff enthalten, sehen wir als nicht sinnvoll für den Naturgarten.

 

Andererseits lehnen die Bioverbände jegliche Form von Herbiziden ab, auch wenn sie auf Naturstoffbasis sind. Kann aber beispielsweise unter einer Hecke wegen Brandgefahr das Unkraut nicht geflämmt oder gehackt werden, dann können natürliche Fettsäuren oder Essigsäure durchaus eine Alternative im Naturgarten sein. Zudem ist uns der Einsatz von Fettsäuren gegen Unkräuter im öffentlichen Raum lieber als der Einsatz giftiger Ackerherbizide.